1981
Vom Wendelstein (1.832 m ü. NN) wird geringer bis leichter Schneefall gemeldet.

Schwere Schnee- u. Regenstürme richten im Alpenraum erhebliche Verwüstungen an.
In Italien kommen durch die Stürme zwei Menschen ums Leben, zahlreiche Häuser werden beschädigt.
In Südtirol ist nach 24stündigem, anhaltendem Regen der Verkehr auf der Brennerstrasse zusammengebrochen.
In den französischen Alpen werden die heftigsten Juli-Schneefälle seit zwanzig Jahren registriert. Die Schneefallgrenze sinkt dabei bis auf 1.500 m ü. NN. ab.
In Österreich, der Schweiz, Italien u. Frankreich müssen insgesamt 18 Alpenpässe u. Verbindungsstraßen gesperrt werden. Der ADAC empfiehlt Winterausrüstung u. Schneeketten mitzunehmen.

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1987
In der Schweiz wird das Tessin u. Bündnerland von starken, über 30 Stunden anhaltenden, Regenfällen heimgesucht.
Bereits am Samstag verschüttet ein Erdrutsch die Gotthardstrecke der Schweizer Bundesbahn zwischen Lavorgo und Faido, sie ist aber heute wieder befahrbar.
Ungezählte Flüsse u. Bäche treten über ihre Ufer. Es kommt zu Überschwemmungen u. Rutschungen.
Ganze Täler u. Dörfer werden durch blockierte Verkehrswege von der Umwelt abgeschnitten.
Insgesamt kommen vier Menschen durch die Naturkatastrophe ums Leben. Hunderte müssen evakuiert werden.
Ein Großaufgebot an Krisenstäben, Militär, Zivilschutz u.s.w. sind noch Monate(!) nach der Unwetterkatastrophe im Einsatz.
Die Sachschäden belaufen sich im Kanton Graubünden auf mindestens 150 Mio. Franken. Alleine auf die Talschaft Poschiavo entfallen 98,3 Mio. Franken.
Im Kanton Tessin betragen die Schäden ca. 100 Mio. Franken.
Im Bündnerland sind vor allem das Puschlav u. hier insbesondere der Hauptort Poschiavo betroffen.
Ein Murenabgang im Verunabach gelangt in den hochgehenden Vorfluter Poschiavino u. verursacht bei der Dorfbrücke einen Geröllstau mit verheerenden Ausbrüchen.
Der Dorfkern wird komplett verwüstet. Zahlreiche Häuser, Geschäfte u. Autos werden zerstört. Die Bahn- u. Straßenverbindung ist unterbrochen. Noch in der Nacht werden 150 Personen evakuiert. Viele müssen mittels Hubschrauber von Hausdächern gerettet werden.
Auch Brusio (Puschlav) wird schwer getroffen, hier entstehen Sachschäden in Höhe von 22 Mio. Franken.
Aus dem gesamten Bündner Land von Disentis bis Ilanz werden mehr oder weniger schwere Unwetterschäden gemeldet.
Rüfenabgänge zerstören im Val Luven u. im Val Rabius Straßen- u. Bahnverbindungen.
Das Dorf Rabius wird überschwemmt, hier entstehen große Schäden.
Bei Zignau/Trun staut die Zavragiarüfe den Vorderrhein, was zur Folge hat das der ganze Talboden überschwemmt wird.
Im Lugnez entstehen Schäden von einigen Mio. Franken.
Weniger schwer betroffen sind:
Das Oberengadin von Maloya bis Zuoz, das Bergnell, das Safien- u. Münstertal sowie das Schams.
Im Tessin ist u. a. besonders das Bleniotal betroffen.
Hier entstehen durch Ausbrüche des Brenno u. dessen seitlichen Wildbächen immense Schäden.
In Olivone entstehen für 5 Mio. Franken Schäden an der Bachverbauung.
Bei Aquila wird ein Wohnhaus fortgerissen, Straßen, Brücken sowie der Sportplatz zerstört.
In Aquarossa stürzen zwei Brücken u. ein Restaurant ein.
In Motto werden Gebäude bis zum 1. Stockwerk eingeschottert.
Region Faido
Hier unterbrechen Überschwemmungen u. Rutschungen die Gotthardlinie sowie die Hauptstrasse.
Häuser, Ställe, die Wasserversorgung werden beschädigt u. Brücken zerstört. 150 Menschen müssen vorsorglich evakuiert werden.
Weniger schwer betroffen sind:
Die Riviera von Biasca bis Arbedo, die ufernahen Gebiete am Lago Maggiore u. die Magadinoebene, das Verzasca- u. das untere Maggiatal.
Anmerkung: An der Niederschlagsmessstation in Maggia wird eine 24stündige Regenmenge (tagübergreifend) von unglaublichen 393mm(!) festgehalten.
Eine ähnliche hohe Niederschlagssumme wird in Corcapolo im Centovalli registriert.
Hier wird ein Wohnhaus von einer Rüfe weggerissen u. die Straße durch Erdrutsche blockiert.
Kanton St. Gallen
Der Rheinpegel steigt hier so stark an das die landwirtschaftlich genutzten „Rheinvorländer“ (Gebiete zwischen Flussbett u. Hochwasserschutzdämmen) überflutet werden.
Auf einer Strecke von 25 Km, von Oberriet abwärts, entstehen erhebliche landwirtschaftliche Ertragseinbußen. In der Folge werden kostspielige Rekultivierungsmaßnahmen notwendig.
Im übrigen Rheintal werden in einigen Gemeinden Keller, Straßen u. Kulturland überschwemmt.
Im Seeztal bricht die Seez an rund 30 Stellen aus, dadurch bedingt rutscht zwischen Bad Ragaz u. Pfäfers ein Straßenteil ab.
Kanton Glarus
Hier halten sich die entstandenen Schäden in Grenzen.
Informationen mit freundlicher Unterstützung von: „Wasser, Energie, Luft“ CH-5401 Baden
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Italien
Mindestens 25 Tote werden nach tagelangen, anhaltenden Unwettern in Norditalien befürchtet.
Das Zentrum des Katastrophengebiets liegt nahe der Schweizer Grenze in der Provinz Sondrino.
Die Pegel der Flüsse Adda und Brembo sind nach heftigen Regenfällen um mehrere Meter angestiegen u. über die Ufer getreten.
Häuser, Brücken u. Straßen sind zerstört u. Täler zu Seen geworden.
Im Ort Tartano werden ein dreistöckiges Wohnhaus u. ein Hotel von einer Erdlawine zerstört. Mindestens neun Menschen kommen dabei ums Leben.
Die Stadt Sondrino ist ohne Trinkwasser.
Hunderte vom Wasser eingeschlossene Menschen können nur mittels Hubschraubern gerettet werden.
In Südtirol entstehen schwere Schäden durch Überschwemmungen in Ortschaften u. Obstplantagen.
In Seitentälern der Etsch stehen Straßen unter Wasser.
Bereits am Samstag ist die Brennerautobahn, 10 Km vor der österreichischen Grenze, unpassierbar geworden.
In Meran platzte eine Erdgasleitung. Mehrere Wohnviertel müssen daraufhin geräumt werden.
Notstand auch im Trentino. Hubschrauber versorgen hier entlegene Ortschaften mit dem Nötigsten.

Österreich
Im Vorarlberg bricht ein Rheindamm. Daraufhin müssen in Fussach bei Bregenz 60 Bewohner ihre Häuser verlassen.
Im Ötz- u. Stubaital richten die Unwetter Millionenschäden (öS) an.

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1991
Bei einer ZDF-Umfrage sprechen sich 72,2% der 40.000 Anrufer dafür aus, Hochdruckgebiete mit männlichen sowie Tiefdruckgebiete mit weiblichen Vornamen zu versehen.

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1999
In Lübeck wird es mit einer Höchsttemperatur von +35°C genau so heiß wie in Kairo, Tunis, Bangkok oder Acapulco.

Quelle (Auszug): ex WA